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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
Entstehung
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Langschiff angeschlossen und in demselben eine Emporkirche, dienur vom Schwestern-Konvent zugänglich war, für die Klosterfraueneingerichtet, während die Unterkirche für Auswärtige und dasKlostergesinde diente. Die ältere Kapelle wurde als Brüderchorbestimmt und blieb im wesentlichen unverändert. Die beiden Altärebefanden sich in demselben noch im Jahre 1600. Wahrscheinlichwurde sie noch im 15. Jahrhundert bemalt, mindestens traten beider Renovierung in den Jahren 1895 und 1896 in den Gewölbe-kappen unter der Tünche Überreste von Ornamenten und Engels-figuren hervor. Zwischen dem Brüderchor und Schiff erhob sichein Lettner. In dem Schwesterchor, auch Oxal genannt, stand anjeder Seite ein Altar, ebenso in der Unterkirche in zwei Nischen,im Jahre 1660 oben und unten nur ein Altar in der Mitte. EineNische nach dem Schwesterkonvent hin, war zur Aufstellung einesBeichtstuhles benutzt. ')

Rechts von der Kirche wurde das Brüderkloster, links das fürdie Schwestern gebaut, jedes mit einem vierarmigen Kreuzgang,einem Hof und Garten versehen. Sämtliche Klostergebäude umgabein Garten, der von der Ley gespeist wurde.

Der Außen- oder Buitenhof enthielt das Refektorium für dieBuitenbrüder, Stuben für Gäste und Sprechzimmer. Hier lagen auchdas Brauhaus und eine Ölmühle, die vor 1660 beseitigt war, undeine Roßmühle mit freiem Gemahl für das Kloster. Zu dem Buiten-hof gehörte eine zweite Kapelle, die 1462 oder 1463 an der Land-straße zum Unterschlupf für Wallfahrer gebaut wurde, die seit Ein-richtung des Klosters die alte Gnadenkapelle nicht mehr betretendurften. Auf einem Teile des Kirchhofes, der nach der Brüder Seitehin erst später von der Kirchhofsmauer umschlossen wurde, erhobsich der Kalvarienberg, der mit seinen großen, in Stein gehauenen'Figuren sehr stark an den 1525 unter Kanonikus Berendonck inXanten aufgestellten erinnert. Er wurde 1649 in eine besondere,rechts vom Eingang in die Kirche gebaute Kapelle geschafft, wäh-rend eine zweite links vom Eingangdas Bild unseres Herrn aufdem kalten Stein" aufnahm. 2 )

Inzwischen war die Fürstin auch darauf bedacht gewesen, fürihre Stiftung Liegenschaften und Renten zu erwerben. Am 19.November 1457 ließ sie durch ihren Sekretär und Rentmeister Her-mann Swaghen vor Notar Elys v. Langenvelde von Johann GruiterStevenssohn von Arnhem 26 1 /* Morgen Weideland in zwei Parzellenaus dem Meer (meirschley) im Kirchspiel Duven, Drostenamt Lymers,neben der Kapelle von Latem und dem Smoorpollzu Nutz undFrommen des Klosters, das die Fürstin an gen Trappenboom oder

') Vergl. Clemen, die Denkm. des Kreises Moers, S. 35 u. 36 und Legerboek.2 ) Clemen, a. a. O. S. 36 u. 100. Legerboek t. 47 u. 60.