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2 (1924) Das Streben
Entstehung
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DIE ENGLÄNDER

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Predigten lauschten, von ihm so hingerissen waren, daß sie inihren Geschäftsfreund Burlamacchi drangen und ihm eine hoheGeldsumme anboten, wenn er ihnen die Predigten über Arnos insLateinische übersetze. Der Priester Bartholomäus Gallus vonMutigliano fertigte eine lateinische Übertragung der Predigt auf denheiligen Christabend an und widmete sie den TheologieprofessorenJohann Yong und Stephan Doruce in London, die, wie es im Wid-mungsschreiben vom 8. Oktober 1509 hieß, längst die Lehre diesesehrwürdigen Mannes kennenzulernen wünschten, aber der ita-lienischen Sprache nicht mächtig waren 137 . Wilhelm Roscoe, derdas Leben Lorenzo de' Medicis 138 und einige Jahre später auch dasLeben und die Regierung seines Sohnes Leo X. 139 schrieb, hattebegreiflicherweise für den herben Dominikaner, der als erbitterterFeind des mediceischen Hauses galt, wenig übrig. Desto mehr warR. R. Madden für ihn eingenommen, der sein Leben 1853 schil-derte 140 . Mit den florentinischen Verhältnissen und Quellen allzu-wenig vertraut und auf die Angaben alter Berichterstatter, wieBurlamacchi, Nardi und Guicciardini, und neuerer Historiker an-gewiesen, unter welchen er Karl Hase 141 und Carle, den französi-schen Barsanti, bevorzugte, verfiel er in zahlreiche Irrtümer undFlüchtigkeiten, wie er sich auch gern in langen Abschweifungenerging 142 , und war, da schon nach wenigen Jahren Villari zudemnoch mit einer englischen Übersetzung auf den Plan trat, bereitsveraltet, als er kaum erst erschienen war. Aber er hatte sich dochwenigstens, was nicht alle, die über den Frate aburteilten, vonsich behaupten konnten, die redliche Mühe gegeben, seine Schrif-ten, soweit sie ihm zugänglich waren, zu Rate zu ziehen, und erhatte, wie er versicherte, aus Liebe zur Wahrheit und Gerech-tigkeit zur Feder gegriffen, fest überzeugt, hiermit der Religionund der Menschheit 'einen großen Dienst geleistet zu haben. Eswar ihm darum zu tun, dem Andenken eines Mannes Gerechtigkeitwiderfahren zu lassen, den er den großen christlichen Helden des15. Jahrhunderts beirechnete, und die verhängnisvollen Folgen zuschildern, welche die Verbindung von Kirche und Staat für dieReligion und ihre Diener nach sich zieht. Unter den englischenHistorikern, die sich nach ihm mit der Geschichte des Frate be-faßten, mag besonders M. Creighton hervorgehoben werden, derihm in seiner „Geschichte des Papsttums im Zeitalter der Refor-mation 143 " einen lichtvollen und selbständigen, von tiefem Ver-