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DIE LEBENSBESCHREIBUNGEN
ligen Brigitta 48 . Nach B (38) betrug die gewöhnliche Zahl seinerZuhörer 3000, nach A 30 000. B sagt von Zenob Acciajuoli nur,er sei später Vorsteher der päpstlichen Bibliothek gewesen, wäh-rend er dies nach A gegenwärtig noch ist". Das Wichtigste aberist, daß A mit der Verfolgung schließt 50 , die nach dem Tode desFrate über seine Anhänger hereinbrach, und dann in einem An-hange mit eigenem Vorworte, das mit den Worten „Zum Lobeund Preise des allmächtigen Gottes und der glorreichen Gottes-mutter" beginnt 61 und die Bemerkung enthält: „Deshalb habeich mich ans Schreiben gemacht, weil viele Dinge im Laufe derZeit in Vergessenheit geraten", die Wunder nachträgt; in B (162 ff.)dagegen sind diese schon mit der Hinrichtung verwoben, währenddie Verfolgung unter die Wunder versprengt ist und erst späternachhinkt (194). Die Einschaltungen eines Vinzenz, Timotheusvon Ricci und Timotheus von Perugia, auf welche wir in B sto-ßen, begegnen uns in A nicht. Besonders beachtenswert ist derUmstand, daß A an der Stelle, die in B (44) mit der Demütigungdes Gotenkönigs Totilas durch den heiligen Benedikt schließt, mitder Bemerkung fortfährt: „Vernimm aber, was mir und anderenLiebhabern seiner Lehre häufig Wunderbares begegnete! Wenn ergepredigt hatte, so pflegten sich die Freunde und auch die Gegneran den öffentlichen Plätzen, wie vor dem Dome oder dem Pa-laste oder auf dem Markte, in Gruppen über den Heiligen, seineProphetie und seine Lehre zu unterhalten, er aber löste am an-deren Morgen, als wäre er zugegen gewesen, alle Einwände undZweifel 52 ." Da sich der Verfasser hier selbst mit den Laien zu-sammenstellt, so ist klar, daß er damals noch nicht Mönch vonS. Marco gewesen sein kann — eine Beobachtung, die wiederumaufs deutlichste für die Urheberschaft Burlamacchis spricht, derden Predigten als Laie anwohnte. In dieselbe Richtung weist derin B (71) leider stark gekürzte, dagegen in A noch erhaltene Ab-schnitt über die weite Verbreitung der Predigt des Propheten.„Noch bei seinen Lebzeiten", heißt es hier, „drang seine Lehreund der Ruf seiner Person in kürzester Zeit in die ganze Christen-heit. Denn seine gedruckten Werke gingen in nicht geringerMenge nach Deutschland, Spanien, Rom, Lyon, Paris und nachEngland, und überall, wohin die Kunde von diesem Diener Got-tes gelangte, entbrannte Feuer und Zwiespalt, so daß in Lyon undüberall, wo sich florentinische Kaufleute aufhielten, in ihren Ban-