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2 (1924) Das Streben
Entstehung
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BRUDER BENEDIKT

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lichste das in italienischer Sprache verfaßte GedichtZeder des.Libanon 48 ", das freilich mehr Ertrag für die Vergangenheit desVerfassers selbst als für die Geschicke des Frate bietet". DieWunden des Liebenden 45 ", 1515 begonnen, behandeln in Ge-sprächsform das Leben und die Lehre des Frate und geben na-mentlich auch über die Feuerprobe und falschen Prozesse nähereAuskunft 48 . In seiner ebenfalls noch ungedruckten, lateinisch ge-schriebenen SchriftLebensquell 47 " schildert der Verfasser zu-nächst seine traurige Lage, und sodann im zweiten Teil seinewunderbaren Gesichte, um endlich im dritten Betrachtungen überdie Gaben des Heiligen Geistes anzustellen. Erbaulichen Inhaltsist auch das 1514 entstandeneMyrrhenbündel 48 ", das haupt-sächlich geistliche Liebeslieder und fromme Sonette enthält, von- welchen einige an barmherzige Mitbrüder gerichtet sind, die ihn

in seiner drückenden Not mit Speise und Trank labten. Endlich

veranstaltete er noch eine Sammlung von Gedichten des Frate,welche Audin de Rians in den Druck gab 49 . Wie schon bemerkt,lüi läßt es Benedikt in seinen Schriften an Andeutungen über sein

,([ eigenes trauriges Los nicht fehlen. Vom Ordensmeister Cajetan

1509 um eines unfreiwilligen Mordes willen zu ewiger Klosterhaftin S. Marco verurteilt, schmachtete er jahrelang im Kerker, denhärtesten Entbehrungen ausgesetzt, so daß er froh um das Bröck-chen war, das ihm mitleidige Seelen zusteckten.Ein Mörderbin ich," sagte er selbst 50 ,und du, o Herr, weißt, wie es so kam,und wegen Mordes wurde ich ewigem Kerker überantwortet."Siehe," klagt er ein andermal 51 ,wenn ich sage: Ich bin keinMörder, so lüge ich; behaupte ich aber das Gegenteil, so macheich mich der Lüge ebenso schuldig. Siehe, o Herr, ohne daß iches wollte, war der Mord geschehen, und ich bin ein Mörder. Duaber, der du nicht nach Menschenart urteilst, sondern alles aufsgerechteste abwägst, sprich, bin ich ein Mörder? . . . Ich sagedies, weil ich widerrechtlich von gottlosen Laien ergriffen wurde,worauf mich die Oberen in Gegenwart der Laien zur Folter auf-hängten und an Händen und Füßen in Ketten schlugen, bei kärg-licher Speise und Trank." Anläßlich der Wahl Leos X. wurdenalle Eingekerkerten, selbst die größten Verbrecher, begnadigt, nurBenedikts düstere Zelle ward von der päpstlichen Gnadensonnenicht erhellt. So schrieb er denn auf das erste Blatt seinerWun-den des Liebenden" die dräuenden Worte 62 :Dieses Buch darf erst