mag 7 )." Ebenso sprach der Präses Maximus zum MärtyrerTharacus, er möge ja nicht damit rechnen, daß etwa seinLeichnam von den Frauen einbalsamiert werde, denn erwerde ihn verbrennen und seine Asche in alle Winde zer-streuen lassen s ). Nachdrücklich verwahrten sich die Christengegen den heidnischen Vorwurf, als lehnten sie die Ein-äscherung aus Furcht vor irgendeinem Nachteile ab, welcheretwa dem Toten daraus erwachsen könnte. „Die Christen,so läßt der römische Sachwalter Minucius Felix in seinerum 180 verfaßten Schrift ,Oktavius' den Heiden Cäciliussprechen 0 ), verfluchen die Scheiterhaufen und verdammendie Feuerbestattung, als ob nicht jeder Körper, selbst wenner den Flammen entrinnt, dennoch im Laufe der Jahre inErde zerfiele, und als ob etwas daran läge, ob wilde Tiereden Leichnam zerreißen oder das Meer ihn verschlinge oderdie Erde ihn decke oder die Flamme verzehre." „Glaubstdu denn, entgegnet darauf der Christ 10 ), wenn etwas unse-ren blöden Augen entschwindet, so gehe es auch Gott ver-loren? Jeder Leib, mag er nun zu Staub vertrocknen odersich in Flüssigkeit auflösen oder in Asche verwandelnoder in Dunst verflüchtigen, verbirgt sich zwar unserenSinnen, die Bewahrung der Elemente bleibt jedoch Gottvorbehalten. Wir befürchten auch nicht etwa, wie ihr(Heiden) meint, vom Feuerbegräbnisse irgend einenSchaden 11 ), halten aber an der alten und besseren Gewohn-heit der Beerdigung fest." Nicht minder entschieden erklärtTertullian (f um 220), nicht etwa nur die in den GräbernBestatteten, sondern auch die von wilden Tieren Ver-schlungenen seien zur Auferstehung berufen, kraft jenergöttlichen Allmacht, die sich schon an Jonas bewährt habe,der unversehrt an Leib und Seele aus dem Rachen des Wal-fisches hervorging 12 ). Ganz im Sinne eines Minucius Felixund Tertullian äußert sich der hl. Augustin (f 430). „Hättedenn er, der die Wahrheit ist, sagen können: ,Fürchtet euchnicht vor jenen, welche zwar den Leib, nicht aber die Seeletöten können', wenn dem künftigen Leben das irgendwieschaden könnte, was die Feinde mit dem Leichnam an-fangen? . . . Viele christliche Leichname hat die Erde nichtbedeckt, und doch hat keinen von ihnen jemand vomHimmel und von der Erde getrennt, welche der mit seiner
7 ) Eusebius, Hist. eccl. 5, i.
8 ) Baronius, Annal. ad a. 290 Nr. 23; J. Bingham,Antiquit. eccl. L. 23 c 2 § 4.
9 ) ed. J. Martin 1930, c. 11, 4.") c. 34, 10.
u ) Ich halte den überlieferten Text für verderbt und lese.,nec ullum damnum ignis sepulturae timemus". Vgl. hierüberRicerche Religiöse 1933 N. 5.
12 ) De resurrecti carn. c. 32.
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