142eingesetzt, die dem Empfänger die auszutheilenden Almo-sen anweist; die Rechnungen wurden von dem Unterprä-fecten revidirt. Jetzt untersteht das Gasthaus mit seinenEinkünften der Armenverwaltung. Die Gasthauskapellewurde stets in gutem Stande erhalten; 1791 wurde eineumfassende Reparatur besonders am Dach für mehr als60 R.=Thlr. vorgenommen und eine neue Communican-tenbank aufgerichtet. Bis vor 30 Jahren etwa wurde aufdie Quatertempertage in der Kapelle Gottesdienst gehaltenIm Laufe der letzten Jahre, besonders 1865 und 1860ist dieselbe einer umfassenden innern und äußern Repara-tur unterzogen und stilgemäß ausgeschmückt worden.5. Das Minoritenkloster und die Schulen in Uideggen.Am 28. Oktbr. 1651 kam der Herr Provinzial undGuardian der Minnenbroder In Cöllen frater Honoriussammt noch einem andern Pater und begehrte den Rathzu versammeln, wie geschehen, und zeigte I. Durchlauchtgnädigstes Placitum wegen Ihrer vorhabender Cohabita-tion und Instruction vor. Auf Grund dieser landesherrli-chen Erlaubniß ließen sich die Minoriten in Nideggen nieder und zwar sollen sie zuerst ein Haus im Altwerk ge-kauft haben (?). Da indeß von der alten, seit langer Zeitunbenutzten und im 30jährigen Kriege gänzlich zerstörtenStiftskirche nur noch die Grundmauern und einige Ruinenübrig waren, so erbaten sie sich diese vom Stift in Jülich,um auf dem Platz ein neues Kloster zu erbauen. DasKapitel bewilligte es am 25. Okt. 1662 und fertigte am15. Nov. ej. einen Kapitularbeschluß darüber an, durch denes die Minoriten zu 2 Wochenmessen für die Seelenruheder in der ehemaligen Kirche begrabenen jülichschen Für-sten verpflichtete, wofür es ihnen einen Erbpacht von 5Mltr. Roggen aus seinen Gefällen bei Düren anwies.Am 8. Januar 1653 kauften die Minoriten den die Rui-nen der Kirche einschließenden 3 Morgen großen Raum vonWerner, Freih. von Binsfeld zu Nideggen, den Morgen für100 R.-Thlr. à 52 Albus. In dem am 24. Febr. 1654
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