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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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120was der Rath beaufsichtigte; die übrigen Theile der Kirch-meister. Der Comthur sollte 4 Kerzen und ebensoviel derHerzog stellen für die Grabstätte der herzoglichen Familie (es wird Klage geführt, daß der Comthur seit 40 Jah-ren keine Beleuchtung gestellt habe). Auf dem h. Kreuzaltar solle eine Kerze sub sacro brennen. Vor dem h.Sacramente sollte der Comthur von Weihnachten bis St.Joh. Geburtstag die Lampe Tag und Nacht unterhalten,die andere Hälfte des Jahres die Kirche selbst. Ebensohatte der Comthur die Kerzen auf dem in der Mitte vordem Chor stehenden St. Joh. Altar das ganze Jahr hindurch zu stellen. Nachdem dieser Altar längst abgebrochenund 1670 ein neuer am rechten Wandpfeiler vor dem Chorgebaut war, weigerte sich derselbe, die Kerzen zu stellen.Von Interesse ist die Ordnung, die in den Chorstühlengehandhabt wurde: 1.) auf einer Seite zunächst dem Altarder Schultheiß, die zwei ältesten Scheffen, Schulmeister,Custos, Chorsänger; 2.) auf der andern Seite Pastor,Kellner, Bürgermeister und Rathspersonen, Chorsänger.!)Was die Einkünfte des Pfarrers anlangt, so bestandensolche 1590 in Weinpächten zu Pissenheim, bedeutendenRoggenpächten zu Drove, Geich, Jacobwüllesheim, Kettenheim, Rath, Rommelsheim, Soller, Veitzheim, Haferpächten zu Jacobwüllesheim, Berg bei Nideggen, NideggenSoller, Rath, Veitzheim, Leversbach, verschiedenen Geldzinsen, sowie einigen Ländereien und Wiesen zu NideggenBerg bei Nideggen und Bergstein; ein genaues Verzeichniß der letztern von 1696 theilen wir unten mit. DieseGüter gehörten eigentlich nicht der Kirche, sondern den Johanniterherren, doch bezog der Pastor den größten Thei-der Einkünfte der Commende zu seinem Unterhalt undnur weniges nahm der Rentmeister des Ordens für dieserein. In einem Verzeichniß der Einnahmen von 1590 heißtes: „was nun folgt ist zwar der Commendurey Nideggerzugehörig, aber hatte der Commendator vor sich behalten.Die statt Achen gibt XLIII thlr. (als Rente der beiden1) In einer alten Notiz heißt es noch: „Anno 1692 hat KellneHaase auf Pastors Consens einen Stuhl hinter des von Binsfeldts Stub-auf eigene Kosten hingestellt.