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fiel den Amtsunterthanen zur Last, die dieselben mit Le-bensmitteln und allem sonst Nothwendigen zu versehen hat-ten. Dafür fanden die Letztern in schlimmen Zeiten inner-halb der Mauern des Orts, soviel der Raum es gestattete,Schutz, wie es denn noch 1606 in einem Berichte des Stadt-raths heißt: „daß dieselben in Kriegszeiten auf ihr Ansu-chen mit Leib und Gut aufgenommen und das Ihrige vorRaub und Plünderung vertheidigt worden sei.“ Nach 1542als das Schloß und die Stadtbefestigungen größtentheilszerstört, auch den neu erfundenen Schießwaffen gegenübervermöge ihrer natürlichen Lage keinen längern Widerstandzu leisten mehr im Stande waren, erschien ihre Bewachungnicht mehr von großer Wichtigkeit; die Schloßräume hatteman nur soweit hergestellt, um die von den Bauern gelie-ferten Halmfrüchte, Trauben und sonstigen Naturalabga-ben aufzunehmen; daneben hatte der Kellner mit den Knech-ten seine Wohnung. Eine kleine Besatzung hatte es nochimmer, wenigstens zur Winterzeit; doch bestand sie gewöhn-lich nur aus 7 — 10 Mann unter einem Unteroffizier oderhöchstens einem Lieutenant als Commandanten, die zu demangeworbenen Söldnerheere gehörten. So war es 1650.1673, 74, 76, 90, 91, 92 bequartiert. Doch fanden sich1683 nach der Zerstörung durch die Franzosen die Schloßbaraquen in so schlechtem Zustande, daß sie in die Stadtverlegt wurden. Die Amtsunterthanen wurden selten mehrzur Bewachung einberufen (1702 hatten die Landschützendas Schloß beſetzt); ſogar die Unterhaltung der Beſatzungwurde von ihnen schlecht besorgt und fiel häufig der Stadtzur Last. 1617 beklagt sich die letztere, daß die Eintreibungder Servisgelder durch den Vogt ungleichmäßig geſcheheund sie trotz ihrer Freiheiten gezwungen würde, den 26Soldaten auf dem Schloß monatlich 20 holländische Thalerzu zahlen und ihnen außerdem die Koſt zu geben und bit-tet, daß ihr das aus den Amtssteuern ersetzt werde.Die Stadt selbst erhielt zu Kriegszeiten so starke Ein-quartierungen, daß sie kaum untergebracht werden konn-ten. Der Anhang der Soldaten an Weibern und Kindern belief sich meist auf das Anderthalbfache ihrer eignenZahl und diese mußten, selbst wenn die Soldaten den Ort