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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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75Wesentlich bei einem Burgmann ist ein Burglehen, d.h. ein Gut, das der Burgmann zur Benutzung erhielt, anwelches sich die Verpflichtung zur Vertheidigung der Burganknüpfte. Als solche an die Vertheidigung der Burg Ni-deggen geknüpfte Lehen finden wir folgende erwähnt: 1)den jetzt nicht mehr bestehenden Hof Essenfeld bei Tumbeoder Thum, nach dem sich jetzt nur noch eine Flurabthei-lung der Gemeinde Ginnick benennt, ein Lehn des Burgkastellans, das Christian Wale,!) der Mann des GrafenWalram am 13. Mai 1287 mit des letztern Erlaubniß für69 Mark Cöln. Denare an das Frauenprämonstratenser-kloster Füssenich verkaufte; Walram übergab den Hof dem Klo-ster zum freien Eigenthum und Wale wies ihm 40 Mark inseinen eignen Allodien an dessen Stelle als Burglehn an,nämlich an einem Hofe und einem Mansus Ackerland inder Pfarre Eschweiler, die früher dem Schultheißen Ru-dolph in Nideggen (Rudolphus schultetus in Nideggegehört hatten, Crem. III, U. 155. 2) 145 Morgen Acker-land, von denen 90 auf der Schäferei zwischen Nideggenund Drove, 25 auf dem Langenrode und 30 zu Drove ge-legen waren, die früher Ritter Pyt von Weiß in Besitzhatte. Dieses Lehen erhielt 1306 Rener von Drove undMolinark und vergab es theilweise weiter an Reynard vonEmba und Zelman von Slaysten, Crem. III, U. 2381638 den 31. März wurde Arnold Heinrich von Wevor-den, Herr zu Drove mit demselben belehnt. 3) Eine Hofstatt und Garten zu Nideggen vor dem Dürener Thor aufdem Graben, die Tilman von Blidestein, dessen Vorfahrenschon im Besitz gewesen, 1330 auf St. Thomastag desApostels mit seiner Hausfrau Druda und mit Einwilli-gung seines Bruders Alf und dessen Hausfrau Lotte U. L.Frauen Bruderschaft zu Nideggen mit allen Renten undGülten schenken; Graf Wilhelm genehmigt die Schenkungund vereignet das Gut; die Scheffen von Nideggen hängen ihr Siegel an (Adolph von Blidestein ist 1288 Zeuge1) Ein Bertramnut Wale oder auch Walo wird 1225 und 1226unter den milites des Herzogs von Jülich aufgeführt, indem er alssolcher Urkunden unterschreibt. Lakomblett II, 139.