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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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58Magazin zu liefern; außerdem wurde Fleisch, Fourage fürdie Cavallerie, Schuhe und andere Gegenstände in großenQuantitäten für die von Lebensmitteln und Geld vollstän-dig entblößten Truppen verlangt. Alle Zugthiere mußtenunentgeldlich zum Transport der Armee=Effekten gestelltwerden, viele wurden beim Heere zurückgehalten. Der Divisions=General Grenier zu Düren ließ sich Tischtücher undServietten liefern. Am 14. November schon wurde zu Aachen eine französische Centralverwaltung der eroberten Länder zwischen Rhein und Maas organisirt und französischeVerfassung eingeführt, wobei man die alten Beamten mitveränderten Benennungen meistens beibehielt. Der Cantoroder Municipalbezirk von Nideggen wurde aus der Stadtselbst, einem großen Theil der beiden Aemter, sowie meh-reren Unterherrschaften gebildet; er umfaßte die Gemein-den Abenden, Berg, Bergstein, Blens, Boich, Drove, Bran-denberg, Frangenheim, Froisheim, Ginnick, Gladbach, HauHausen, Kelz, Kettenheim, Kreuzau, Leversbach, MaubachNideggen, Obermaubach, Pissenheim, Rath, Soller, Thuir,Thum, Uedingen, Vettweiß; provisorisch wurde HeimbachGemünd und Hasenfeld dazu geschlagen. Der Amtskellnerwurde aus der Burg herausgejagt und dieselbe erst verpachtet, dann für einen Spottpreis zum Abbruch verkauft.Unterm 23. November 1794 befahl der Forstverwalter desKriegscommissariats zu Jülich der Municipalität des Can-tons Nideggen, 80 Männer aufbieten zu lassen, die sichmit drei Tagen abwechseln sollten, bis man 300 KlafterHolz gefällt habe, um das abfallende Oberholz zu Schanzen für die Bäckerei zu Jülich zu machen, und zwar beiVermeidung der härtesten Execution. Am 15. Flor. IIIalso im Mai 1793 langten vierzig Zahlungsdecrete vonder General=Administration mit dem Befehle an, binnen24 Stunden zu zahlen, widrigenfalls die Güter, auf denensie lasteten, verkauft werden sollten. Es wurden betroffen1. das Capitel S. Maria ad gradus wegen Lüxheim undVettweiß, 2. die Abtei St. Martin wegen Kettenheim, Soller, Vettweiß, 3. das Capitel St. Marien wegen Abendenund Frauwüllesheim, 4. das Kloster Füssenich wegen Ginnick und Soller, 5. die Abtei Cornelimünster wegen Pis-