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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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56Minoritenkloster erhielten am 1. Juli vom Gen.=LieutnHerzog zu Schleswig=Holstein=Gottorp die geschärfteste An-weisung, 25,000 Rationen und ebensoviele Portionen nacDülken zu liefern. Die Preußen blieben nicht lange undim Dezember gab es wieder Franzosen; zu Nideggen laeine Escadron le Roy von 219 Reitern; sie, wie die imAmte Heimbach liegende Eskadron Harkourt, erhieltenRationen von 12 Pfund Heu, zwei drittel Scheffel Hafeund zwei drittel Scheffel Häcksel nach pariser Maß undGewicht, wozu nach churf. Verordnung vom 7. Dezemberauch die Klöster, Rittersitze und sonstigen freien Güter beitragen mußten. Am 4. Dezember 1760 übernachtete dasfranzösische Kavalleriereg. de la Reine zu Nideggen. ImJanuar dauerten die Durchmärsche, Einquartierungen unContributionen der Franzosen fort. Laut gnäd. Mandavom 6. Januar 1762 mußte die Stadt, nachdem sie kmvorher mit 1600 Rationen beschwert worden, deren noch1580 nach Münstereifel liefern. Am 27. Januar 170Abends um 9 Uhr entstand ein Brand, der zehn Scheuneund Stallungen und fünf Häuser einäscherte; den Abgebrannten wurde das Bauholz im Walde Mausanel angewiesen. Welchen Einfluß die fortwährenden Kriegsbedrännisse auf das ohnehin an natürlichen Quellen des Woh-standes Mangel leidende Städtchen ausgeübt haben, zeidie Beschreibung, die der Schultheiß Eißenberg zu Weißweiler um 1770 davon giebt: Der Ort habe ein seltrauriges Aussehen, es werde kein Gewerbe und Handedrin getrieben undwer allhier keine länderey hat, der iein bettler; solcher gestalt giebt es etwan 8 bis allerhöcstens 10 bemittelte Bürger und die übrigen müssen diesein die hände sehen und für Elend schmachten. Die Bürger, deren etwa 70 Familien innerhalb der Ringmaue30 außerhalb derselben wohnten, ernährten sich außer derAckerbau noch von Leinwand und Tuchweberei, die sie theilebenso, wie die Bewohner des ganzen damals völlig cul-turlosen Montjoierlandes, für die Fabriken von Montjound Imgenbroich, theils für die von Düren, doch stetsHause besorgten, von Krämerei auf den Jahrmärkten, sonals Taglöhner und Steinhauer. Diejenigen Familien,