55Keller bis zum Speicher einnahmen und einzelne Bürgermit 18 Mann beglückten. Harte Naturallieferungen wur-den am 12. Dezember ausgeschrieben. Die Aemter vonNideggen mußten 6745 Rationen à 15 Pfund Heu, 5 Pfd.Stroh und 10 Pfund Hafer stellen, wozu das Ober= undUnteramt gleichmäßig beitrugen. Später mußte das AmtNideggen noch 51,456 Rationen liefern, ungerechnet dieden Rittersitzen und Höfen auferlegten. Am 20. Juni1742 wurde auf Churf. Befehl eine von Sittard herkom-mende französ. Freicompagnie de Dulimont zu Fuß, 150Mann stark, einquartiert. Der Rath mußte einen Platz an-weisen und gegen billige Zahlung Ziegelsteine und Brand-holz besorgen für Backöfen. Am 2. August kam noch einezweite Freicompagnie von 150 Mann zu Fuß von Mün-stereifel hinzu. Beide zusammen sollten folgenden Tagesihren Marsch auf Heimbach nehmen. Mit Anfang desJahres 1743 begannen die Durchmärsche der englischenmit Oesterreich verbündeten sog. pragmatischen Armee, dieKönig Georg II. aus den Niederlanden an den Rheinführte. Im Febr. cantonnirten 15 Comp. derselben inDüren und fünf und zwanzig benachbarten Ortschaften.Die Aemter Montjoie, Nideggen, Heimbach und Stadt Münster-eifel konnten die Lieferungen nicht beischaffen; doch wurdebaar bezahlt. Der Generalstab befand sich damals zuAachen. Bis zum Ende des Krieges war die Gegendfortwährend von englischen, ungarischen und deutschen Sol-daten besetzt. Im November 1746 erhielt Nideggen vomRegiment des Generals Coppon, wovon ein Theil in Eus-kirchen und Münstereifel gelegen hatte, drei Comp. undsollte auch ein Lazareth für 20 Mann errichtet werden.Oberbefehlshaber war General Graf von der Mark.Im siebenjährigen Kriege lagen erst Franzosen undKaiserliche in der Gegend (im Mai 1758 ungarische Husa-ren in Nideggen). Sie mußten die Gegend räumen nachdem Siege, den Herzog Ferdinand von Braunschweig am23. Juni 1758 bei Crefeld über sie erfocht und die preu-ßisch=hannoveranische Armee breitete sich nun über das Jülische Land aus und begann demselben Requisitionen aufzulegen. Stadt, Ober= und Unteramt Nideggen und das
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