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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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47dem Grafen Masdom und de la Forre und blieben bis zum2. Mai 1674. Unterm 9. Juni desselben Jahres erhieltdie Stadt einen Schutzbrief gegen Plünderungen und eigen-mächtige Einquartirungen und Requisitionen vom kaiserlichenGeneral=Feldmarschall Souches, einem mit französischemGelde bestochenen Verräther, der sein Feldlager bei Dürenaufgeschlagen hatte. Im Winter 1674—75 standen ebenfalls kaiserliche Truppen unter Lieutenant Johann Wolff zuNideggen. Es wird Beschwerde geführt über dessen Be-drückungen, die es noch bewirken würden, daß die wenigen,fast verzweifelten Bürger zuletzt von Haus und Hof sichverlaufen und das Städtlein den Soldaten gänzlich einzu-räumen genöthigt würden. Sie müßten monatlich 199Portionen zu 2 Thlr., also 398 Thlr. zahlen, ferner 25Malter Hafer, alle 6 Tage ein Seil Heu und täglichmindestens vier Karren Holz liefern, würden zu Boten-diensten gebraucht und dergl. mehr. Am 31. März 1675langte Hauptmann Hauſter mit 110 Mann an, am 1. AprilOberstlieutenant Graf Souches selbst mit 150 Mann, zudenselben auch heirbinnen losiret zwa Nächten sambt seinerBagasche nebens 60 pferden mit fuder und mahlmüßenversehen, und 2 apr. 8 Bürgerspfert müßten mitgebenumb vorzuspannen. Daß meinigh (des Bürgermeisters)hatt der herr leuteambt auch mit gewalt auß dem stallgenommen und einen Moßkettirer darauff gesetzt umb einenJeswiter uff Aachen zu confugiren beim zurückreißen ist daßpferdt, wie der Soldat sagt, ihm abgenommen worden.Dann stand ein Cornet mit Kürassieren vom Regiment desGeneral=Feldwachtmeisters Grafen Harrach da, der am 9.Mai zu Glehn sein Hauptquartier hatte. Am 24. Februar1677 erhielt die Stadt Befehl, eine Compagnie Dragoneraufzunehmen und ihnen Obdach zu geben. Die Fouragesollten die Beamten besorgen. In diesem Jahre kamen auchdie Franzosen in unsere Gegend und steckte ein Trupp aufMariahimmelfahrtstag das Dörfchen Abenden in Brand.Am 16. Dezember erhielt der Fähndrich von des Haupt-manns Woulff Compagnie kurfürstlichen Befehl, mit diesernach Nideggen zu marschiren und dort bis auf Weiteresunter dem Stadtkommandanten zu verbleiben. Am 2. März