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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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35Länder, deren schwach oder gar nicht besetzte Städte keinen437Widerstand zu leisten vermochten. Düren ergab sich am 8.,heimJülich am 12. October. Darauf unterwarfen sich Sittard,ädteSüsteren und Heinsberg, welche feindliche Befehlshaber er-hielten; Bergheim, Caster, Randerath und andere kleineStädte wurden niedergebrannt oder durch Schleifung ihrerurdjeiler Ringmauern in Dörfer verwandelt, Langerwehe, Hambach,Gangelt, Myllen geplündert und verbrannt. Auch NideggenRatfiel nach kurzem Widerstande in die Hände der KaiserlichenJülicüber und wurde durch Brand zerstört. Ritz, Urkunde und Ab-handlung z. Gesch. d. Niederrheins und der Niedermaas, S. 76.nlichDie Verwüstung des Schlosses und der Stadt muß ent-setzlich gewesen sein. Ersteres war nicht einmal mehr imStande, den Amtmann, der darin gewohnt hatte, ferner zun IIIbeherbergen, sodaß er in die Stadt ziehen mußte. Esauchinder wurde in der Folge nur nothdürftig wieder aufgebaut.Auch die Stadtbefestigungen waren sehr übel zugerichtetnunworden, damit sie den Feinden des Kaisers in Zukunftkeinen Anhaltspunkt mehr bieten möchten. Eine die Be-deutung von Nideggen noch mehr herabsetzende Folge dieserhen Zerſtörung war die bald nach Herſtellung des Friedensgeschehene Uebersiedlung des Kollegiatstifts nach Jülich,dessen zerstörtes Schloß der Herzog hatte neu aufbauen undwa mit der Stadt stark befestigen lassen. Wie einst zum Glanzechfolg der damaligen Residenz von Stommeln nach Nideggen, soCleve wurde es jetzt von hier trotz der angestrengtesten Bemühungenseiner des Magistrats nach dem wiedererstandenen Jülich verlegt,undas nunmehr als erste Hauptstadt des Herzogthums un-ssenestreitig den vorzüglichsten Rang einnahm. Mit dem Hofedas hatten viele Adlige und Beamten Nideggen verlassen, derdurch denselben bedingte starke Verkehr nach dem Orte hinrische hatte aufgehört, die früher gewiß zahlreichen HandwerkerBündverloren ihre Beschäftigung und wanderten aus. Die Jo-untehanniter verließen ihr Kloster an der Pfarrkirche und setzteni 154 an ihrer Stelle nur einen Pfarrer ein. 1569 fand dererzog Umzug des Stiftskapitels statt. Die natürlichen Verhält-eingewisse der Lage traten nunmehr wieder in ihre Rechte ein.Nur durch die Fürsten war Nideggen emporgekommen undichschesu Bedeutung und Ruhm gelangt, mit ihnen ging beides