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an ihre Träume verloren. Haugkall, Nöck,Trollbock, alles spricht ihr von Liebe, locktsie mit Reichtum, Macht, Erkenntnis, ver-heisst ihr Rache, Vergessen. Rache! Ver-gessen ! — Vergessen? Das weckt sie. DieErinnerung opfern, sein Bild auslöschen,ihren Schmerz vernichten — alles, wovonsie lebt? Nein; sie wirft sich ihrem Schick-sal und ihrem Leid in die Arme und fortist aller täuschende Spuk.
Hat man sich von seinem ersten Staunenerholt, dass Garborg etwas schreiben konnte,das von ferne aussah wie eine Konzessionan die jüngste Mode in der Kunst, wie eineSpielerei mit schönen Worten und Klängen,ein Schwelgen in der Gesetzlosigkeit desUnrealen; hatte man sich durch Phantastikund Zerrissenheit, durch Weitschweifigkeitenund Wiederholungen, durch Pracht und Ge-pränge zum Grundriss durchgerungen unddie ganz strenge Planmässigkeit jedes Detailsvon ihm aus durchschaut, so erschien „Haug-tussa" einem nicht mehr seltsam. Spraches nicht das natürliche Erlebnis und dieGefahr einer jeden Künstlernatur aus? Istes nicht das Wesen der bildenden Phantasie,alle Ahnungen, Gefühle, Erkenntnisse derSeele in lebendigen Symbolen zu sehen?Und je wesenhafter diese Symbole sind, jefreier und reicher sie sich entwickeln, um so