Dänische Rittergeschichten.
Die Funktion der künstlerischen Phantasieist eine doppelte. Sie will den vom Lebenunverbrauchten Gefühls- und Gedankenüber-schuss formen und sie will spielen. Sieschildert unser Dasein in seiner unendlichenWillkür und sie schmeichelt ihm als Sinn undinneres Gesetz die Schönheit ab. Sie be-schreibt und sie schafft; sie kombiniert dieErfahrungen der Sinne und der Seele, umdie Welt abzuspiegeln oder sie auszu-schmücken, um etwas über sie zu lehrenoder um sie zu dekorieren. Ob es sich nunaber um Naturalismus handelt oder um das,was die Franzosen so hübsch ,,art fantaisiste"nennen, '■ — mag darin ein philosophischesMoment vorwiegen, wie etwa in Max KlingersCyklus „Vom Tode", oder ein spielerischeswie in seinem Blatte „Bär und Elfe" — niewird das Gedankliche ohne dekoratives Bei-werk in Erscheinung treten und nie dasDekorative sich ohne Ideengerüst behelfen