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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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ebenso gewiss Garborgs Ideen, als es dieGislaugs nicht sind. Psychologisch sehr feinentwickelt sich die Geschichte selbst, obwohldas tragende Spalier des Grundplans vonden üppigen Blütenbüscheln der Poesie ganzüberhangen und zugedeckt ist. Wie schön undstimmungsvoll in der Einleitung das glücklicheDahinleben im vegetativen Frieden der Natur,unter Vögeln und Vieh und einfachen Leuten!Aber im Augenblicke, wo das Hässliche, dasBöse im Menschen, wo das Inkommensurabledes Weltlaufs in ihren Ahnungskreis tritt,ist der Friede gebrochen, und nun siehtGislaug: was in weiter Ferne, was im Dunkelder Nacht, was in den Elementen vorgeht,wird ihr kund. Darum nennt das Volk siespöttisch eine derUnterirdischen",Hügel-elbin", Haugtussa. Alles lebt und freutsich; s i e geht einsam und abseits, wie ein-geschlossen in ihrer schaurigen bleichenWelt. Und doch spricht auch in ihr dieSehnsucht der Jugend; auch sie lockt dieLiebe; überall taucht vor ihr der Haugkallauf, der sie in sein Bergreich verführen will.Es ist ein ungemein zarter Zug, dass Garborgim Moment, wo sie wirklich liebt, Gislaugnicht mehr Gespenster sehen lässt. Augund Ohr und innerer Sinn sind nur vonEinem Bild erfüllt. Aber Jon bleibt nichttreu, und damit ist Gislaug natürlich ganz

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