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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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Rhythmus, mit gleitenden und mit stockendenMetren, Schlussreimen, Binnenreimen, Stab-reimen und ohne Reim, mit allen Künstenund Künstlichkeiten der Laut- und Accent-verwendung und all dem, was Jahrtausendesich an nachahmender Wortmalerei erdacht, formlos in seinem Übermass an Formen.Das epische Element in Lyrik zerpflücktund aufgelöst; nur kleine balladenhaft er-zählende Reste als Mittler zwischen all denLiedern und Monodien. Der Inhalt die Ge-schichte eines Mädchens, das hellseherischwird. Gislaug sieht Geister wie bekanntlichauch die Sonntagskinder, aber doch zugleichanders, so wie Dichter sehen. Was sie ahnt-,erkennt, fühlt, verkleidet sich bei ihr in Ge-stalten, und diese Gestalten sind die desGlaubens und des Aberglaubens, Alles hatauf einmal für sie Figur und das Ver-borgene wird ihr offenbar: die Seele desMenschen erscheint ihr wie ein Schatten,den das Wesen jedes einzelnen nach aussenwirft: Du hast deinen Begleiter und er gleichteinem Bock, einem Hund, einem Wolf, einemFuchs. Und auch die Natur ist ganz dämo-nisch; durch die rauchende See steuert derDraug auf halbem Boot; in Berg und Waldhausen Troll und Gygr; auf den Haldenbläst die kuhschwanzige Huldri ihr klagendesHirtenlied und die grauen Jökulhäupter