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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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und offenbar Leute von schlechtem Ge-schmack. Und diese armen Leute zumGlück sind es nicht viele sie liebenGarborg. Nicht bloss aus Passion für dieKetzerei, behaupten sie (obwohl man esihnen nicht glauben muss). Sie lieben ihnals Menschen, weil er aufrichtigen Herzensist und weil er so tief leiden kann, dieLeiden anderer, die Leiden aller. Sie liebenihn als Künstler, weil er ein fein besaitetesInstrument ist, in dem unsere Zeit tönendward. Sie meinen jedoch in diesen TönenKlänge und Phrasen und Rhythmen zu ver-nehmen, die nicht aus der Zeit, sondern ausdes Dichters Seele stammen, der Seele, diemit den Tönen der Zeit neue, nie gehörteLieder spielt. Und diesen Liedern, in denenihr eigenes Empfinden Musik wird, lauschensie mit Spannung, wenngleich es ihnen vielmehr weh als wohl thut. Jedoch sie ziehendies brennende Wehthun dem laulichenWohlthun vor; denn sie wollen aufgerütteltsein, nicht nur gerade fühlen, dass sie leben;sie wollen vorwärts, immer vorwärts. Undwo wäre der Stachel, der den Menschenweiter triebe, hätte er nicht eben den Schmerz?Den Schmerz als Stachel aber finden sie inGarborg. Und er interessiert sie, diese seineseltsamen Freunde, weil er sich wandelt, wiedie Zeit; denn Kunst schon Schiller sagte,