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was sie denkt, und lächle leise und habe siezum besten. Dann schwindet die Gestaltmit einer langsamen Kopfbewegung und zu-gleich kommt ein schmerzvoll leidender Aus-druck in seine Züge . . . Merete sitzt stumm,gebunden, entsetzt, während die Töne derMusik den Raum erfüllen und in einem vollenSchlussakkord ersterben . . . Die Uhr schlägtdie halbe Stunde . . . Man erhebt sich, sagteinander Gutenacht. Merete folgt ihrenSchwestern schweigend, wie in einem wunder-lichen Traum befangen. Es liegt auf ihrerSeele wie ein Erlebnis, das sie den anderenverhehlen muss. Und sie hat recht. Siehat etwas erlebt: sie hat vorahnend DyreRein und damit ihr Verhängnis gesehen.
Dyre Rein kommt. Auch ohne jene ge-spenstische Ankündigung durch das „zweiteGesicht" hätte er einer jungen Einbildungs-kraft sich unwiderstehlich aufzwingen müssen.Was stak hinter dieser leidenden schicksals-gezeichneten Stirn mit den schräg zusammen-gewachsenen Brauen? Er beschäftigte, ergab zu denken. Er hatte die Art von Men-schen, die eine heimliche, unablässig nagendeQual treibt, andere zu quälen, durch Wortund That immer zu verletzen. So pflanztein mechanischer Reiz sich fort, wechselt imÜbergang zu einer anderen Leitungsbahn dieErscheinungsform, bleibt aber doch der