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stehen Töpfe saurer Milch, deren bläulicheMolke man zur Grütze schlürft und derendicke Sahne man mit Zimmt und ZuckerGästen serviert. Man zieht Vieh und Pferdeim Hof; man mahlt sein eigenes Korn zuMehl; man bricht den selbstgepflanzten Flachsund schert zweimal jährlich seine Schafe:die Töchter des Hauses spinnen und webendann die schöne Leinwand für die reich-gefüllten Daunenbetten und Drell mit farbigenalten Mustern und warmen Friess zu Winter-kleidern. Ist aber das Studium und dieArbeit des Tages vorbei, so erwartet manmit Plaudern und Lachen und Träumen dasfeierliche Hereindämmern der Sommernacht,oder, wenn es draussen stürmt und schneit,,sammelt man sich zum Schwarzenpeterspiel,während auf dem glühenden Ofen verlockenddie Bratäpfel zischen : die Töchter des Hauses,Eufemia, Marianne, Alida, Merete und Bar-bara, ein Adoptivkind; dazwischen die Be-amten des Vaters, die alle im Vangen'schenHofe wohnen. Nach dem Abendessen wirdder Musik gepflogen; der Vater holt dieVioline, Alida setzt sich ans Klavier undbald hat eine Symphonie von Haydn, eineSonate von Mozart, eine Kavatine von WeberUrnings Künstlerseele über alle Bezirks-richtersorgen und über die Erde empor-gerissen ins zeitlose Reich des Ideals. Die