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ist ihm der Mühe wert, den Untergang zusuchen . . .
Jonas Lie hat aber unlängst ein Buchveröffentlicht, das seinen Namen stärker alsbisher dem Bewusstsein des litterarischenEuropa einprägen wird. Es ist dem Stoffnach interessant und neu, in der Behandlungvoll reifer Kunst, in der Auffassung tief.Mit etwas mehr Lyrik und grandioseremStil der Linien hätte es überwältigend werdenmüssen, ein Aufschrei der Menschheit, umdie Götter beben zu machen. Allein „DyreRein" hat nur Jonas Lie zum Autor undnicht einen wieder erstandenen Äschylos.
„Dyre Rein" ist zugleich in deutscherund norwegischer Sprache erschienen. DieErzählung spielt im ersten Drittel unseresJahrhunderts, beim Bezirksrichter Orning,irgendwo hoch im Norden droben, wo manauf zerstreuten Gehöften lebt, fern von derWelt und ein bischen wie zu den ZeitenHomers. So anspruchslos und im Überfluss.Das Vorratshaus ist voll der Tonnen mitSalzfleisch, das man selbst gepökelt hat; inder Räucherkammer hängen fette Lachs-forellen, die man aus den silberblauen Achenholte, und ganze Reihen bräunlich glänzen-der runzeliger Würste, die man zu Weih-nachten mit eigener Hand gefüllt. Im Kellerliegt das selbstgebraute Bier; auf den Borden