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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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sie rüttelt; die Haut ihrer Hände bleibt ander eisigen Klinke kleben; sie ruft, sie weint,sie fleht. Ihre Mutter kommt und will öff-nen : da nahen die harten Schritte des Vaters;er schleppt seine Frau weg; Marianne hörtes, er schlägt die Mutter . . . Nein, nein;seinen Segen hatte er verspielt; doch seinHaus bleibt einer Tochter verschlossen, diesich an einen Gösta Berling hängt. Mag sienach Ekeby gehen, bei Fremden um Nacht-lager bitten, im Schnee der Strasse schlafen;das bleibt ihm gleich . . . Solche barbarischwilde Vaterliebe ist der Massinger und Mar-lowe nicht unwert. Marianne Sinclaire jedochist ganz modern. Sie ist in unseren Tagenerfunden und schon banal geworden: dieSeele mit dem verderblichen Spaltpilz derKritik, der Mensch, der sein eigener höh-nischer Zuschauer ist. Marianne liebt nicht,leidet nicht, denkt nicht: sie sieht sichlieben, leiden, denken; sie ist kein Menschmehr; sie spielt die Rolle Marianne Sinclaire;das ganze Leben wird ihr ein Schauspiel,Schatten und Schein. Und sie beneidet dieanderen, die Impulsen gehorchen können,die etwas wollen und etwas begehren, siesehnt sich, überwältigt zu werden, ein Cen-trum zu haben, ausser sich, wenn schonnicht in sich ...

Auch an Humor fehlte es Selma Lager-