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und die Blumen wachsen im Dunkel rings-um. Und die zwei,, „die nicht Furcht undAskese, noch kranke Religion gekannt", siegrüssen die goldene Schar der Sterne, dieüber der grünen Insel ihrer Liebe funkeln,und schlafen ein, das Pfand der Unsterb-lichkeit, ihren kleinen Sohn, zwischen sich.Und die Erde und Gott freuen sich zweierglücklicher Menschen.
So erzählt Michaelis diese Geschichte.Er erzählt sie mit einem freien Sinn, dernur von Schönheit und von Selbstentwicke-lung, aber nichts von Sünde weiss. SeineSündgefühle, Reuegedanken hat er in älterenBüchern niedergelegt: da handelte es sichum Hinz und Kunz und um kümmerlicheExistenz in modernen Städten — „Aebelö"jedoch ist ein Gedicht von fernen Zeitenund fernen Sitten; da kann der Mensch sichnach eigenen Gesetzen voll ausleben, dieNatur frei walten und jede Empfindung biszur Spitze treiben. Und Michaelis schwelgtin starker Empfindung. Sie entladet sichnicht in gewaltigen Schlägen, wie im wirk-lichen Mittelalter, wo der Zorn unmittelbarin die Faust fuhr und Schreck und Ent-zückung die Menschen wie im Tode fällte.Sie wirkt aber durch ihre Komplexität unddurch die zahllosen Augenblicksnuancen,deren jede Fülle genug besitzt, um sich