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messerscharf ins Bewusstsein zu schneiden.Der Typus eines Sten Basse, dem „dasFaustrecht im Instinkte lag" und dem esunerträglich schien, dass über ihm undseinem Blut noch etwas Stärkeres war, einnoch grösserer Lebensverächter, der dunkleTod — ein Sten Basse konnte im Jahrhun-dert des Galeozzo von Mailand und desGaston Phebus de Foix recht wohl ge-deihen; ihn aber so darstellen, ihn durch-fühlen bis ins kleinste Detail und ihn ganzins Licht des Bewusstseins heben, das konntenur ein Dichter unserer Tage. Drum ist„Aebelö" zugleich so echt und unecht, ausdem Geist der Renaissance heraus geborenund doch mit unserem Gehirn erlebt. Esist ein Dekadenzbuch in Stil und Empfin-dung, übersensitiv und überbewusst. DieLektüre der Naturschilderungen ist sogarnahezu ein schmerzlicher Genuss; so intensivwirkt er. Alles ist zu konzentriert und „überNatur", ist Rausch und Ekstase •— Jugend,Sinnlichkeit, Schwärmerei, Muttergefühl —alles von geradezu tötlicher Schönheit. Denndie Wortkunst in diesem kleinen Roman istdie adelig erlesene und krankhaft raffinierteKunst, die Jens Peter Jacobsen gelehrt.Allein während die Sprache von „NielsLyhne" in den roten Feuern eines pracht-vollen Lebensunterganges glüht, schwelgt