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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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Willensfluid zu ihr emporsteige, ihren Sinnerfülle und sie zu ihm herniederzwinge. Insolchen Ekstasen lebte er Tag und Nacht.Und es ist, als wichen Mauern und Thürenseinem Willen und als sei seine Phantasieimstande, Gro überall zu finden. Er wusstestets, wo sie war. Er sah und hörte ihrThun. Und nicht einmal der Schlaf trenntsie ganz von ihm.

Er schleicht sich in ihren Traum. SeinBild umgaukelt sie, wenn sie willenlos imSchlummer liegt nicht das Bild desEhrenkränkers, sondern das Bild des holdenKnaben, der singt:Läute, Glöckchen,weisses, im Wald den Frühling ein" oder desgebundenen Ritters, der ihrem Vater stolzeWorte sagt. Oder des armen Gefangenen,der einsam im Keller die Tage verschmachtet.Und sie erhebt sich vom Lager und imweissen Mondenschein geht sie mit ge-schlossenen Augen die Wendeltreppe hinab,durch das Gehäuse der mächtigen Turm-uhr, deren Gewichte bis zu den Grundfestendes Schlosses reichen; sie schiebt eine Holz-panelierung zur Seite, und wie von den un-sichtbaren Fäden eines stärkeren Willens ge-zogen, mit ausgestreckten Händen und eksta-tischem Lächeln nähert sie sich Sölver. Ofterwacht der Gefangene aus dem Schlaf, inder Empfindung, dass die nackten Füsse der