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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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mehr sehen; alles, was sie je für ihn empfundenund gethan, scheint ihr nun unerträglich undverekelt. Und ihr Haus versperrt sich fürihn. Ausgezeichnet ist nun Eriks Lebengeschildert. Er führt ein Tagebuch fürsie. Notiert die Tollheiten, die Träume,die Kleinigkeiten, welche die Augenblickeausfüllen beschreibt diese ganze ziel- undsteuerlose, in Momente auseinanderfallendeExistenz. Er hat Hallucinationen; Töne,die er hört, verfolgen ihn wie Warnungen,Vorbedeutungen. Da bekommt er einenalten Zeitungsausschnitt zugeschickt. Hedwigistplötzlich gestorben". Er will sich er-schiessen. Er kann es nicht. Die Spring-feder seines Wesens ist schlaff geworden.Er geht auf Reisen. Gleichgiltig, wo erlebt. Und wofür? Vielleicht für sein Tage-buch. Die Bagatellen erhalten uns. All-mählich gesundet er soweit, dafs er wiederetwas h 11. Heimweh. Es ist Frühlingdraussen und noch ist er ja jung. NachHause! Mitleben, mitthun! In Norwegenfeiern sie gerade den 17. Mai, das Ver-fassungsfest, das Freiheitsfest. Rote Flaggenim Sonnenschein, Nationalkokarden; in denStrassen ein junges, ungeberdig lautes Volk,ein Volk von Brüdern und Schwestern. ErikRavn legt sich's wie eine kühle Haut umdie Seele. Er hat mit dieser demokratischen