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Nun zittern die Lilien, zum Rande voll
Mit schaumweissem Duft.
Nun rieselt der Mandelblüten Lied
Durch die Mondscheinluft.
Und jeden Gedanken füllt Blumengesang
So licht, so fein;
Mein Herz wird selbst eine Blume im Tau,
Schwer von Träumerei'n."
Heine und Jacobsen. Es ist auch einlyrischer Roman drin: Hamoda und desPaschas Lieblingssklavin — schöne, musi-kalische, bekannte Verse. Sie könnten auchvon Mirza Schaffy sein. Es ist ein Exo-tismus ohne Originalität. Das neue Wort,das Krag zu sagen hat, schöpft er aussich: es ist in „Nacht" und objektiviertin seinem Roman „Heimweh" zu finden
(1895).
Der moderne norwegische Roman gehtmeist von einem revolutionären Standpunktaus. Seine Verfasser gehören den „neuenSchichten" der Gesellschaft an oder siesind irgendwie durch Temperament undSchicksal in der Kunstboheme gestrandet.Das Traditionsgefestigte ist für sie lächerlichoder schädlich; sie haben kein Verständnis,geschweige denn Sympathie für die Gefühleund Lebensformen des absterbenden Patrizier-tums. Ich kenne nur wenige Ausnahmendavon, und eine ist Wilhelm Krags Buch„Heimweh". Der kleine Erik Ravn ist in