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und seine einsame Seele. Und eine tiefeStimme sagt: „Das ist das Leben." Under steht am Rand einer grundlosen Tiefeund aus dem Dunkel droben klingt's tiefdurch die Nacht: „Das ist des Lebens Ein-samkeit." „Und ich bleibe stehen, starrund stumm vor Entsetzen" . . . Ich kannnicht alles zitieren. Ich glaube aber nicht,dass in irgend einer Litteratur die Trost-losigkeit, aus dem Leben heraus verirrt undnirgends im Dasein ganz daheim zu sein,das Grauen vor der Nichtigkeit des Tagesund die versteinernde Furcht vor dem Nichts,das dort ist, „wo sich alle Wege treffen",ergriffener und ergreifender geschildertworden ist.
Wilhelm Krag hat sich aus der Ver-zweiflung dann in zwei neue Bücher gestürzt.Er gab 1893 ein Märchendrama heraus „ImWesten des Blaafjelds", das nach Faust undPer Gynt für uns NichtSkandinavier nur durcheinzelne „Stellen" interessant ist. Und einVersbuch „Gesänge aus dem Süden" —Reiseeindrücke und Stimmungen mit allerleiDichterlustigkeit, Epigonenkunst und konden-sierter Stimmung, wie z. B.
„Nun glüht der Camelie Blütenkelch
Im Sternenschein.
Nun wiegt der Nachtwind sanft und weich
Die Mohnblume ein.