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klirrt und klingt die lange Sense, die derNachtspuk hinter sich herschleppt. DerMond steht klein, verfroren und bleich tiefim Westen und schaut traurig hinab in diefroststarre Nacht, sieht nichts als den einen,den furchtbaren Wanderer, der auf einsamenWegen, vor Kälte bebend, von Ort zu Ortdurch die Lande zieht. „Genrebild" heisstrecht passend und scherzhaft diese lieblicheVision vom Frost als Tod. In „Crepus-culum" zeichnet Krag die Schauer desschwindenden Tages, — die beklemmendenSchrecken der Dunkelheit in „Warum heulendie schwarzen Hunde" u. a. m.
Ganz anders furchtbare Töne hat Wil-helm Krag jedoch in seiner Sammlung„Nacht", Gedichten, nein, Delirien inProsa. Das sind die Stimmungen, die dernorwegische Bildhauer Vigeland zum Aus-druck bringt und aus denen heraus der PolePrzybyszewki dichtet, doch sind sie beiKrag ohne Erdenschwere, ohne Weltver-zweiflung, ohne brünstigen Satanismus. DasBuch enthält die Hallucinationen der Schlaf-losigkeit, die riesengrossen Wucherblumender Angst und des Wahnwitzes, wie sie inden weltversunkenen Stunden schwarzerNächte aus den Urwäldern unserer Seeleaufschiessen können. Manches ist drintropisch wirr und wild, doch anderes wieder