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sie lägen auf ihrem Hals, rot wie Messer-stiche in der weissen Haut . . . Gewöhnlichaber ist „sie" ein reizend kostümiertes Natur-kind, das in den grünen Wald geht „zuLachen und Tanz," wie es zum heiterenVolksliedton auch einzig und allein passt.Einmal aber zeichnet Krag ein Frauenbild,wie es ganz junge Menschen träumen: dasMädchen mit den müden Augen, dessenSeele alt ward in der Kindheit. Ihre Brauenwölben sich in Wehmut und die feinenZüge sind von tödlicher Zartheit. Ihr Namesteht nicht eingeschrieben in des LebensBüchern; der Kummer hat sein Gift ge-träufelt in ihrer Jugend süssen Wein. Drumweiht der Poet diesem Kinde mit den müdenAugen seiner Lieder trübstes . . . Abernicht bloss Liebeslieder dichtet WilhelmKrag; er fängt alle möglichen Stimmungender Natur und seiner Seele ins geschmeidigeSilbernetz seiner Verse ein: die schläfrigeStille und das Weben der nordischen Mond-nacht ebenso wie die Schrecken der Ein-samkeit. Die Furcht ohne Grund in allenSchattierungen. So sieht er im schwindendengrünbleichen Mondenschein, unter dem aus-gestreckten Armgeknöchel todesstarrer Lin-denbäume eine Gestalt hinwandern. Aufden hart gefrorenen Wegen ist's wie dasKlappern von Knochenfüssen und stahlscharf