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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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widerte, sie sei doch jung und das habe er 'ihr vor der Hochzeit nicht gesagt, dass siewie eine Matrone leben müsse. Da schwiegHerr Groben. Er zog sich auf sich selbstzurück; er wurde, wie viele seines Geschlechtes,wie alle, deren Seele innerlich hungert, einstarker Träumer", ein Grübler über schwie-rigen Materien. Und wusste er sich darinnicht Rat, so fuhr er in die Stadt. Da wohnteein fremder jüdischer Arzt, dem allerhandWissenschaft kund und eigen. Weil seineAhnen unter so vielerlei Himmelsstrichen,unter mancherlei Völkern ihre Heimstättegehabt, so lag's in seinem Blute, die Weltreicher zu sehen, mehreres zu begreifen undhöher zu wünschen. Drum verstand er soviel und verschiedenes zu lehren. Und seinestarke Weisheit duftete nach den bitterenKräutern des Lebens, aus denen sie heraus-gepresst war. Er las gern in den Büchern,von heiligen Männern und Frauen. Nichtals hätte er an ihnendiese allzu brennendenGehirne, diese allzu heissen Gesichte" preisenwollen. Doch er fand, dass sie tiefer insLeben gesehen, dass sie grössere Menschengewesen als der wohlerzogene Haufe. Undihre Barmherzigkeit, die den Kranken undElenden diente, war sicherlich oftmals mehrals nur Mitleid ; sie war Weisheit. Sie kniete-vor dem Leben in seiner Grösse und seinem