Druckschrift 
Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
Seite
70
Einzelbild herunterladen
 

;o

Schmerz; sie kniete vor dem menschlichenLeiden. Doch er liest nicht bloss Bücher;er sieht auch nach den Sternen : verglichenmit ihrem Karfunkelglanz und ihrer Grösse,ist ihm die Erde und des Erdenwurms, seineigen Freud und Leid gering. Da sagt ihmsein Fleisch:Ein Thor bist du, dass dunach den Sternen schaust. Was hilft esdir, dass die Sterne leuchten, und warumscheinst du nicht lieber selbst in deinemeigenen Licht und Glanz? Fragt der Sternetwa, ehe er scheint:Lasst uns erstschauen, wie es den Menschen geht . . .mir ist es gleich, ob ich leuchte, ob ver-lösche" . . . fragt das der Stern? Er hatan sich selber genug und strahlt gleich, obdu nun lebst oder stirbst. Drum lerne duvon den Sternen, von selber zu funkeln . . .Und er lehrt, was er gelernt:sieh mitreicherem Blick ins Dasein. Was fürchtestdu ? Lass dich vom Leben führen. Dennalles ist Leben und alles geht nach dem Ge-bot der Natur, und nicht nach der MenschenSchick und Brauch. Sie nennen diesen gernNatur; das ist aber der Todfeind der wahrengrossen Natur. Denn sie ist von Anbeginnund in sich selber ewig" . . . Solchen Lehrenlauschte Herr Groben begierig, denn siesagten, was halb bewusst in ihm lag . . .Eines Morgens wollte er seinem Söhnlem