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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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in die Welt; dann kamen sie heim, mit einemkleinen Sohn. Frau Ulrikke war seltsamschlank und üppig; jeder Mann drehte denKopf nach ihr um. Allein Herr Fredrik sahnicht heiter aus. Er hatte die zieren Kleiderbeiseite gelegt. Er hielt es mit den Bauernund machte vom frühen Morgen an in FeldWald und Haus die Runde. Und abendshielt er den kleinen Jonas in den Armenund lehrte ihn die ersten, so schwierigenWorte sprechen . . .

Im Herbst einmal, um jene Zeit, woFischerschaluppen, Handelsbarken, ja Orlog-schiffe den Strand anliefen, um Wasser zufassen oder Schäden auszubessern, kam einhübscher blasser Marineleutnant zum Gröben-schen Hause angefahren. Es war Nils Hall,Ulrikkens Vetter, und sie schien sich desWiedersehens sehr zu freuen. Den nächstenAbend kam Wagen um Wagen, ein Ad-miral, Offiziere, Damen der Nachbarschaft.Man pokulierte, man tanzte, man scherzteim Mondenschein draussen, übermütig undwild. Und Frau Ulrikke am Arm des Leut-nant Hall glich einer heissen Flamme, diezüngelt und begehrt . . . Nun wurden dieGesellschaften immer häufiger. Wohl stellteHerr Groben Ulrikken vor, dass er dieUnruhe nicht liebe, die die fremden Leutemit sich brächten. Doch seine Frau er-