— 6o —
in „Esther Bruce", in „Meeresvögel", in„Im Huldrebrann" Erotik in allen Verzwei-gungen, von den feinst individualisiertenseelischen Nuancen bis zum sinnlichen Vam-pyrismus geschildert; er hat im „Punkt desArchimedes" und in „Über den Tod" Ge-schichten geschrieben, in denen nichts ge-schieht, die nur ein Umsetzen äusserer Bilderin innere Stimmungen sind, aus denen sichdie Symbole des Lebens heraus krystallisieren.Seine Psychologie hat mehr bewusste Wissen-schaft um die Natur, als die irgend einesanderen modernen Dichters; er hat neueDinge aus der Seele geholt und eine neuepersönliche Form in seiner Kunst gefunden.Dennoch hat unsere Zeit schon reichere,temperament- und phantasievollere Dichtergehabt als Ola Hansson, wirkungsvollereDichter, vollendetere Künstler. Er ist oftweniger bedeutend als er selber glaubt undsagt mit zu grossem Aufwand viel zu wenig.Aber was Ola Hansson aus sich gemachthat; wie er den unfruchtbaren Kriticismusunserer Tage überwand, wie er auf Ver-gangenes zurückging, um von der Zukunftmehr zu umspannen, wie er sein Inneresaufbaute, bis es eine Welt im Ganzen warund das Ganze der Welt in sich fassenkonnte; das kann über Skandinavien hinausvorbildlich sein. Ola Hansson gehört . zu