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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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den leider noch recht seltenen Geistern,in denen die moderne Seele, ihre Einheitwiedergefunden.

IX.

Andere Dichter des jungen Skandinaviensind nicht so reif und klar bewusst wie OlaHansson; doch sie alle hat der Zug unsererZeit erfasst, der in der Kunst zum Selbst-herrlichen, dem Subjektivismus führt. Nichtalle üben diesen Subjektivismus so vornehm,wie es J. P. Jacobsen gethan; doch sogarein Schilderer des Klotzigen, Dummen,Niedrigen, Lächerlichen, Grotesken wie derDäne Gustav Wied waltet souverän mitseinem Stoff allerdings klingeln dabei aufdem Blumenscepter der Phantasie gar oftbedenkliche Silberglöcklein, die an die Narren-pritsche gemahnen. Der Subjektivste derSubjektiven ist wohl der ausgezeichnetedänische Lyriker Holger D räch mann. Ersieht die Welt gerade nicht unter dem Ge-sichtswinkel der Ewigkeit; er ist das Kindeiner Zeit, deren Merkmal, wie er selbstsagt,das Suchen, Hasten, Standpunkt-wechseln, . . . nicht ein Abschluss, eine . . ..Totalanschauung, ein Beruhen" war; er ist