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zählt von Spaltungen der Persönlichkeit, be-dingt durch das Wachwerden latenter Ahnen-seelen in uns oder durch Wesenshyper-trophieen, die vielleicht missglückte Ansätzeder Natur zu neuen Artdifferenzierungensind. Seine Polemik gegen den Tag ver-wandelte sich in psychophysiologische Men-schenbilder: gegen Ibsens Nora und Björn-sons Svava stellte er seine „Alltagsfrauen"auf, ein Buch über verdorbene oder ver-kümmerte Instinkte. Doch in all dieseneigentümlichen Arbeiten, die gegen die Zeitgerichtet waren, doch über der Zeit standen,sprach sich ein Mensch aus, der an dieserZeit sich wund gerieben, so dass seinNervengefiecht allen rauhen Lüften desHimmels bloss lag und bei jedem Hauch,der darüber hinstrich, in Schmerzen zuckte.Jede Berührung mit der Welt verursachteihm unerträgliche Qual. Die wirren un-harmonischen Phänomene, von denen derAlltag voll ist, verdichteten sich ihm zudrohenden Schatten, die ihm alle Wege desDaseins zu umlagern und sperren schienen.Seine Angst vor dem Leben — „Lebens-angst" nannte er es — nahm riesenhafteFormen an. Denn er hatte die überreizteEmpfindlichkeit eines Geschlechtes, das seitzweihundert Jahren auf der gleichen Hufegesessen und nur in die Verwandtschaft ge-