Druckschrift 
Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

Zusammengehörigkeit ist, und der Menschweiss sich wieder, und fester denn je, mitder Welt verwachsen. Er merkt mit ver-wundertem Glück, wie tief die Wurzelnseines Wesens in den Urzeiten sitzen unddass in ihm noch grüne Säfte hat, was inseinen Vorvätern jemals Schossen trieb. Eskann ja nichts in der Welt verloren gehen,und keine Bewegung vor Äonen, die nichtbis ans Ende aller Tage weiterexistierte. ImMenschen selber ist ein Stück Ewigkeit, dasdie Zeit den Zeiten überliefert, und durchseine Seele fliesst die Unendlichkeit. Wozualso alles Bangen und Zittern? Ob Lebenoder Tod, es kann vom blühenden Baumder Welt nichts fallen. Welt aber ist dasgotische Verdandi, die Werdende, die ewigWerdende; tiefer ist nicht auszusagen, wasihr eigentliches Wesen ist. Man muss allesDasein nur im Ganzen nehmen; dann werdenalle Dissonanzen zu Musik, um so reicherund machtvoller, je mehr Irrklänge aufzulösenwaren.

Zu dieser inneren Musik, in der die An-lagen und Triebe seines ererbten Wesensund die erworbenen Einsichten des Kopfesmit reinem Wohllaut zusammenstimmen, istnach kurzem Tasten der Schwede 01 aH a n s s o n angelangt. Seine ganze Ent-wickelung ist wie organisch herausgewachsen