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VIII.
„Je suis perdu dans le vagabondage,ne sachant oü retrouver Turnte de mon äme"—■ so charakterisierte Maurice Barres dieZersplitterung und Auflösung, die ein Merk-mal des „freien Geistes" unserer Tage ge-worden war. Wir hatten nicht nur den Zu-sammenhang mit der Welt von gestern ver-loren, unser Ich sogar war in Moments-existenzen zerfallen, die kaum das Ge-dächtnis zu einer Totalität aneinanderreihte.Unser Denken, Fühlen, Handeln war Stück-werk geworden, und sich über die Sekundehinweghelfen war die einzige Art, das Lebenzu leben. Nun scheint es aber, als wolltedie moderne Seele die verlorene Einheitwieder finden und den festen Grund undBoden, in dem sie fussen könne. Es weichtin den führenden Geistern die Lebensangstund es wächst der ruhige Mut, sich demLeben aufs Geratewohl hinzugeben, „'s kanndir nix g'schehen," sagte Anzengruber, imgleichen Sinn wie Jesus zu den angstvollenEltern, die ihn verloren gewähnt: „Wassuchtet Ihr mich ? wusstet Ihr nicht, dassich in dem sein müsse, was meines Vatersist ?" Das Gefühl der Heimlosigkeit ist imlangsamen Schwinden, weil alles eine grosse