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Leben. In einer neuen Arbeit hat Garborgdas Thema weiter gesponnen. Nicht imWort ist Frieden, sondern in der T h a t,im christlichen Handeln. Nicht im Sündig-fühlen, sondern im Heiligwerden, nicht inSelbstbespiegelung, sondern in Selbstent-äusserung. Im Drama „Der Lehrer" befreitsich der Sohn jenes Bauern, der an seinerReligion zu Grunde ging, vom zweifelndenGrübeln am Wort; er lehrt etwas, er lehrtdurch sein Beispiel, durch ein Leben imGeist des heiligen Wortes. Er giebt dahin,was er hat; er teilt sein Gut, seine Arbeit,seinen Trost mit den Anderen, die bedürftigsind. Wie ein Apostel geht er durch dieWelt, ein Bauernapostel, im Gleichnis Christi.Doch er findet schliesslich sein Kreuz, das dieWelt auch heute noch für ihre Erlöser bereithält . . . Enthält „Der Lehrer" die Lehre:„gehet hin und thuet desgleichen ?" DieAntwort ist unklar, weil vielerlei Stimmensich in dieser Dichtung brechen. Viele Wegeführen aus der Weltverzweiflung: jeder mussden seinigen finden. Dies sagt Garborgskleine Abhandlung: „Der Glaube an dasLeben." Er zeigt den Bankerott des Opti-mismus, der das Weltleiden nicht erklärenkann. Und er zeigt den Bankerott des Pessi-mismus, denn trotz aller Leiden leben wirdoch. Wir leben und alles lebt — lebt so