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Wünsche, Hoffnungen, Ideale des Einzelnen,ein Aufgehen des eigenen Selbstes, Stückum Stück. Alles aussichtslos, ohne Vor-und Nachher, ein Auftauchen aus der Nachtund kurzes Umherirren ohne Zweck undSteuer. Der Glaube gab doch eine Art vonAntwort auf unsere Fragen nach den letztenGründen; die Wissenschaft verzichtet auf dasFragen, weil sie keine Antwort rindet. Mitder Resignation des Dubois-Reymond'schen„Wir wissen nicht, wir werden nie wissen"kann die Menschheit nicht leben ; leben je-doch muss sie : so will sie lieber glauben.Doch an was? An die irdische Seligkeit alsZiel unseres Ringens und Strebens oder andas himmlische Paradies ? Die Antwortendes Sozialismus sind nicht für jedermann;und die Antworten der Religion ? ist im ge-offenbarten Glauben, im heiligen WorteSicherheit zu finden, Glück und innere Ruhe iGarborg schildert in der Erzählung „Frieden"einen aufrichtig und mit voller Seele Suchen-den ; es ist zwar nur ein Bauer, doch EnochHaave weiss, dass sein Heil und sein Lebendaran hängt, ob er den festen Stab derWahrheit für sein Thun und Lassen, unddamit den inneren Frieden finde. Doch nurVerwirrung packt ihn. Wort steht gegenWort, und alles Gebotene ist gegen das
Herzfeld, Die skandinavische Litteratur etc. 4