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seine „Überzeugungen?" Worauf fussten sie?Waren es Erkenntnisse? Nicht etwa wiederein „Glauben", der auf nichts beruhte alsauf einer Willensentschliessung? Was gabuns denn die Naturwissenschaft, die wir anStelle von Religion und Philosophie setzenwollten ? Erklärungen ? Nur Fakten. DieBeschreibung der gewöhnlichen Aufeinander-folge von Phänomenen. Ist ein Phänomenaber auch ein Faktum? Welchen Massstabhaben wir für seine Wirklichkeit als unsereSinne ? Diese unzulänglichen Sinne! Unddies Stückwerk, das sie auffangen und dasunser Hirn nur menschlich eng und sub-jektiv deuten kann, — es gäbe ein verläss-liches Bild der Welt? Nicht einmal ein Bild,und wir, die wir nach mehr als dem Bildbegierig, den Sinn erforschen möchten — ?Sagt uns die moderne Weisheit, wozu dasalles ? . . . Ringsum in der Kunst und imLeben dieselbe Klage — von Bourget's„Essais de Psychologie moderne" an bis zuSzienkiewicz' „Ohne Dogma"; doch ArneGarborgs Roman „Müde Seelen" ist dietiefste und umfassendste Spiegelung dieserGemütserkrankung unserer Zeit. Was istdiesen enttäuschten Menschen noch dasLeben? Ein langsamer Schiffbruch — einSchiffbruch aller Wünsche, Hoffnungen,Ideale der Menschheit, ein Schiffbruch der