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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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schichte aufgiebt. Sein Lebenswerk war ge-scheitert. Es war an unserer Welt nichtsmehr zu ändern und zu bessern. Ibsen ver-höhnt sich selbst in der Gestalt des GregersWerle, der überall die „ideale Forderung"präsentiert. Er hatte es eingesehen: allesLeben beruht auf Illusion und Lüge; siesind unzerstörbar, wie der Trieb zum Leben. ..Das Heroische gab Ibsen auf. Von nun anbegnügte er sich mit der Lehre von denkleinen Tugenden, wie sie an Menschenmit gestutzten Flügeln wachsen — siehe„Rosmersholm", „Die Frau vom Meer" und„Klein Ejolf" — und mit der Schilderungdes Schiffbruchs innerlich hohler Existenzen,— einer „Hedda Gabler", eines „JohnGabriel Borkmann", — von allerlei Leuten,die wie der Baumeister Solness höher steigenwollen als sie bauen können. Eine lange,lange, traurige Saga. Im Grunde Ibsens eigeneSaga. Wir haben Stück für Stück seineDramen bewundert; doch sein Lebenswerk?. . . Was bleibt uns davon ? Der Respekt vordem rücksichtslosen Mut, der seine lebens-gefährlichen Probleme stellt und Bewunde-rung für die grosse und reine Menschenge-sinnung, die mit der Welt nicht aut Akkordgehen mag. Die Freude an einer genialendramatischen Technik, die mit der Technikder Griechen dies gemein hat, dass wir nur