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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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Wesen für sich, das ein Recht hatte, vorallem ein Mensch zu sein ? Teilte er mitihr auch seine geistigen Interessen, — diehohen , geistigen, Helmer'schen Interessen ?Sonst war ihre Ehe keine rechte Ehe. Dennvon Liebe als Grundlage der echten Ehewurde nun, in den Blütezeiten der Frauen-bewegung, nicht mehr gar zu viel gesprochen,— so wenig wie von Kindern als Gesell-schafts- und Naturzweck der Ehe; Liebe warder Emanzipationssache eine Lächerlichkeitund eine Schwäche, weil Liebe nichts vonForderungen weiss, und Kinder warenihr gar sehr im Wege, — ein Hemmnis fürdie völlige Gleichheit der Geschlechter, dieman a priori für gegeben hielt und nun zugesetzlichen Rechten ausbilden wollte. Sowurde „Das Puppenheim" für die nordischeKultur aus einer Dichtung eine Sammlungvon Schlagwörtern und ein schlimmes Bei-spiel. — Was nun in Ibsens Produktion folgt,ist ein immer tiefer dringender Abbau allerfesten Überlieferung, ein Zerstörungswerk vonfurchtgebietender rücksichtsloser Grösse, bisder Boden unter uns völlig hohl war undzum Einsturz fertig: „Gespenster", „DerVolksfeind" und endlich als letztes in dieserReihe „Die Wildente", das genialverrückteWerk des abgründigsten hoffnungslosenPessimismus, in dem Ibsen die ganze Ge-