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man auf die Formel reducieren könnte: dasGenie ist gut und der Dutzendmensch istschlecht — nur schlecht; nicht einmal böse.In „Per Gynt" wollte Ibsen den typischenZeitgenossen schildern, den Norweger, seinenLandsmann, mit der Spinnstubenphantastik,Wirtshausrhetorik und der Ofeneckenpolitik,— den Norweger, der vom „dreieinigenBrudervolk" geredet, gesungen und gedichtethatte, und als es 1864 zum Schlagen kam,daheim geblieben war. Von da an tilgte keineigener Erfolg in Ibsen's Blut die hassendeLiebe, die er für seine Zeit und sein Volkempfand. Immer stärker wuchsen sich inihm die streng puritanische, etwas menschen-scheue Natur, die er von der Mutter hatte,und die glanzvolle satirische Art, die seinVater ihm vererbt. In einer Reihe von dra-matischen Sittenbildern begann Ibsen denrücksichtslosen Abbau der heutigen Gesell-schaft, durch einen Feldzug gegen die Grund-lagen und Stützen dieser Gesellschaft: gegenLüge und Phrase. Sein Zweck war „dieRevolutionierung des Menschengeistes", eineInfragestellung aller bestehenden Werte —nicht auch eine Umwertung, wie Nietzschees versucht; Ibsen hat keine neuen Gesetzes-tafeln aufgestellt, hat Zarathustra nie sagenlassen, wie es sein soll. Er wollte nurdurch Umsturz die Möglichkeit schaffen für