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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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zurückweicht, niemals zu erreichen ist. Ausser„Mogens" handeln alle seine Bücher von Sehn-sucht und Enttäuschung. Jedes Menschen-dasein ist eine langsame Desillusionierung,sagen sie. Denn was ist des Daseins In-halt? Ist nicht alle Schönheit Schönheit,die schwindet, und nicht alles Glück Glück,welches bricht ? Was bleibt uns vom Lebenals das Erblühen der Seele in heimlicherSehnsucht, als dies Erklingen des Innern intiefer Stimmung des Leidens, — was sonst,als zauberhaft durchseelte Bilder und selt-sam starke Träume ? . . . Das war nicht derRealismus und die Aktualität, die GeorgBrandes damals begehrte; doch modernwar es doch; denn in allen Schönheitsver-schleierungen dieses Träumers steckte eineungeheure Naturtreue. Die Landschaft mitihren lichtdurchtränkten Lüften, die Pflanzen-welt nach Zeit und Himmel, jedes Menschen-wesen in seiner inneren und äusseren Be-sonderheit ist aufs Individuellste gesehenund aufs Nuancirteste geschildert. Denndieser romantische Phantast ist mit demWissen seiner Zeit völlig saturiert, ja, seineIntuition eilt diesem Wissen sogar voraus.Er sieht die Phänomene des Seelenlebensstets aus dem dunklen Urgrund des Physio-logischen herauswachsen und er ahnt in un-bewussten Gesten und Reflexhandlungen die