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Rudimente von Gewohnheiten überwundenerZeiten, die sich triebhaft in „Blut und Nerven"weiter erben. All diese feinen und tiefenund neuen Dinge anzudeuten und zu sagen,fand er eine Sprache vor, die das ver-blassteste, verwittertste Idiom von ganzEuropa war, mit Wörtern, in denen fastnichts als die Wurzelsilbe lebte und diesenur als zarter, kaum mehr fassbarer Hauch;eine Sprache ohne bildliche Kraft, mit dürf-tigen , dünngeschlissenen Wendungen, gutfür naive Kinder und trockene Gelehrte.Jacobsen durchsuchte und plünderte dieVolksdialekte; er schliff und fand selbstneue Ausdrücke; er durchglühte die Vokale,bis sie klangen, und Hess die leeren Silbenfallen: und als er dann sein Glossar bei-sammen hatte und die Wörter nebeneinandersetzte, in anderer Folge, in anderen Ver-knüpfungen, als man es sonst gewohnt war,und zwar mit scharfer Überlegung, weil nurdas Neue die Phantasie erregt, mit genauerRücksicht auf die Wirkung der Laute undder Rhythmen, in Bildern, die strahlten undvon innerem Feuer glühten; da war es eineSprache geworden, wie vor ihm kaum einSterblicher sie so wild und üppig und ori-ginell geschrieben und nach ihm blosseiner, der Italiener d'Annunzio, — eineSprache, reich und abschattiert bis zum