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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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und ein feineres Gewissen. Jedoch Brandeswar reicher, beweglicher, weiter angelegt alssie alle, amüsanter als die meisten undKünstler trotz Einem. Und er hatte diehinreissende schauspielerische Persönlichkeit,die wie ein Verkünder und Lichtbringer kam.Dass er die Zeit von 1815 bis 1848 be-handelte, war schon an sich eine Art vonProgramm. Er charakterisiert die Bewegungendes menschlichen Geistes als einen Rhythmusvon Ebbe und Flut und zeigt dies an demBeispiel, mit dem er sich beschäftigt: erstdas Sinken und Verschwinden der Gefühls-und Gedankenwelt des 18. Jahrhunderts undhierauf die Rückkehr der freiheitlichen Ideenin immer höher anstürmenden Wellen. Eruntersucht das Wesen dieses rastlosen Aufund Ab und findet nichts, auch die Reaktionnicht, wertlos. Eine kraftvolle Reaktion istihm nur die Ergänzung einer Einseitigkeitund selbst eine Art von Fortschritt. Sie istkeineswegs stets lebensfeindlich, im Gegen-teil : eine kurze und energische Reaktion istsogar der wirksamste Anstoss zu einer Re-aktion gegen die Reaktion, der Anstoss zueiner aufsteigenden Epoche des menschlichenGeistes. Nur darf sie, sagt er, nicht zumStagnieren kommen. Eine stagnierende Re-aktion aber war es, die das nordische Geistes-leben in der Mitte des Jahrhunderts zum