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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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Kontrolle und die verfeinernde Ausdeutungdes Instinktes bleiben; dann erst kann eineorganische, eine von innen heraus wachsendeund dauerhafte Kultur entstehen. Eine solcheInstinktskultur, mit allem Nachdruck aufdem Antirationalistischen, auf synthetischerAnschauung, auf Gesamtauffassung durchPhantasie und Gemüt eine solche Kulturder Innerlichkeit bereitet sich unter denjungen Dichtern Skandinaviens vor. Sie be-tonen das Gemüt als das intuitiv Ger-manische, wie Gabriele d'Annunzio denWillen als das intuitiv Lateinische. IhreReligion neigt einem seelenvollen Phanthe-ismus zu; ihre Moral schliesst nur zweierleiaus: das Nützlichkeitsprinzip und den Epi-kuräismus; ihre Bestrebungen sind mehrkulturell als wirtschaftlich und politisch; ihreletzte Sorge ist der Mensch und seine Er-höhung. Was sie alle dumpf und in indivi-dueller Zersplitterung empfinden, hat derSchwede OlaHansson als erster scharfund klar formuliert. Eine Reihe bedeutenderVerfasser wurde durch ihre Entwickelungvon Brandes ab und allmählich zu Hanssonhingeführt. Wieder andere sind in keineGruppe recht einzureihen; sie sind nurKünstler und haben nur ästhetische Ge-sinnungen: sie nehmen von allen Seiten das,was dekoriert.