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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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im Menschen noch etwas anderes als eineblosse Intelligenz. Für sie ist er ein Natur-wesen, in dem die heimlichen Kräfte desgemeinsamen grossen All-Lebens sieden undwirken, ein Organismus, der nicht bloss einGehirnbewusstsein hat, sondern ausserdemein mächtiges Unterbewusstsein, eine Artvon allgemeinem Körpersinn, der sich inSympathien und Antipathien äussert, imstillen Drängen nach einer bestimmten Rich-tung hin und in abwehrenden Ahnungen, dieihn vor einer anderen warnen. In diesemUnterbewusstsein, dem Instinkt, der unsmit den übrigen Lebewesen der Erde ver-bindet und auf dem sich unsere Gemütsweltaufbaut; in diesem Instinkt kommt dasTiefste und Älteste im Menschen, das Pri-märe, das aus der Familie, dem Boden, derRace, der ganzen Entwickelungsgeschichteheraus Bestimmte und Gebundene befehls-haberisch zum Ausdruck. Diesen Instinktmissachten, wie der gebildete oder besserverbildete Städtemensch es thut, heisst demLeben seine stärkste Wurzel abgraben; ihmaber gehorchen, heisst der Natur selber ge-horchen. Auf ihn, der das lebendige Lebenist, muss der Mensch seine Existenz bauenund die Menschheit ihre Zukunft; demSekundären, dem mit Abstraktionenarbeitendem Verstand, darf nur die leitende